Schriftzug im Kopf

Archives: Januar 2020

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BlackRock in Deinem Haus – wohnst du noch oder bist du raus?

Montag, 13. Januar 2020, 19:00 Uhr

Investoren wie BlackRock und Bonava haben in deutschen Städten Wohnungskonzerne zusammengekauft, bauen teure Appartments, auch für Studierende. Mieten steigen, immer mehr Wohnungslose kriechen irgendwo unter, auch in Köln und zum Beispiel auch im netten Stadtteil Ehrenfeld: 30 Quadratmeter für 725 Euro – wer bezahlt das (oder nicht)?

Der Kölner Buchautor Werner Rügemer wohnt seit 30 Jahren in Ehrenfeld und hat sich ein bisschen umgeschaut.

Werner Rügemer, seit 42 Jahren anerkannter Immi in Köln, interventionistischer Philosoph, tätig als Publizist, Berater und Stadtführer, hat nebenbei immer wieder auch den vielfältig gemischten Stamm Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten W/NÖ/Bgldder Einheimischen anthropologisch erforscht, vor allem in den oberen Etagen, die allerdings auch über die Unterwelt gebieten. Sein einschlägiges Standardwerk, das in den Kölner Aufklärungsmedien nie erwähnt wird, heißt „Colonia Corrupta“ und ist 2015 in 8. Auflage erschienen. Er hat die Initiativen Gemeingut in Bürger*innenhand (GiB, Berlin) und Aktion gegen Arbeitsunrecht (Köln) mitgegründet.

www.werner-ruegemer.de

Der Eintritt ist frei, Veranstaltungsort ist die Lounge.

Ohne Probe ganz nach Obe! ” Die Spontanlesung (im Nebenraum)

Montag, 20. Januar 2020, 19:00 Uhr

Spontanlesung2019

Schnappen Sie sich aus Ihrem Bücherschrank oder dem Zeitungsstapel all das, was Sie schon immer einmal vorgelesen bekommen wollten!

Die Schauspieler Eva Marianne Kraiss und Michael Baute lesen spontan und ohne Vorbereitung Texte, die Sie mitbringen. Alle Gattungen und Genres sind erlaubt: ob Groschenromane, Kurzgeschichten, Packungsbeilagen, Gedichte, Selbstverfasstes, die Lieblingsstellen aus dem Telefonbuch, Leserbriefe, BRAVO-Artikel und andere Meisterwerke der Weltliteratur.

Die Fundstücke sollten bloß nicht länger als 10 Minuten sein. Frau Kraiss und Herr Baute sind gespannt und freuen sich, den Texten Leben einzuhauchen.

Die Lesung findet in der Lounge statt. Der Eintritt ist frei.

Vom Rhein an die Seine: Heinrich Heine – ein Romantikabend – (inkl. Menü)

Sonntag, 26. Januar 2020, 19:00 Uhr

präsentiert von Sibylle Kuhne (Sprache), Dagmar Severt & Lothar Fischer (Akkordeon)Heine

Dazu servieren wir ein Menü in drei Gängen.

„Heine sagt sehr bissige Sachen, und seine Witze treffen ins Schwarze. Er ist zärtlich, aufmerksam, aufopfernd, in der Liebe romantisch, ja schwach, und eine Frau kann ihn unbegrenzt beherrschen.“ George Sand

„Den höchsten Begriff vom Lyriker hat mir Heinrich Heine gegeben. Ich suche umsonst in allen Reichen der Jahrtausende nach einer gleich süßen und leidenschaftlichen Musik.“Friedrich Nietzsche

Begleitet wird der Abend vom Akkordeon-Duo Dagmar Severt & Lothar Fischer mit Werken aus der Romantik.

„Heine ist der amüsanteste deutsche Klassiker. Er hat alle Vorzüge eines genialen Journalisten, alle grimmigen Tugenden eines Humoristen. Er ist ein großer Lyriker. Mit dem ganzen Märchenglanz und Traumleben der Romantik blieb er der witzigste Realist der deutschen Literatur.“ Hermann Kesten

Ein romantischer Abend– unterhaltsam, amüsant, tiefsinnig, augenzwinkernd.

Das Menü

Vorspeise

Das erste Gericht war: keine Suppe.

Das war schrecklich, besonders für einen wohlerzogenen

Menschen wie ich, der von Jugend auf alle Tage Suppe

gegessen, der sich bis jetzt gar keine Welt denken konnte,

wo nicht des Morgens die Sonne aufgeht und des

Mittags die Suppe aufgetragen wird

(aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski).

Zuckererbsensuppe

 

Hauptspeise

Schalet ist die Himmelspeise,

Die der liebe Herrgott selber

Einst den Moses kochen lehrte,

Auf dem Berge Sinai.

(aus: Romanzero)

Frankfurter Schalet – Geschnetzeltes vom Rind mit Linsen, Erbsen und weißen Bohnen, dazu kleine Kartöffelchen

 

Nachspeise

Apfeltörtchen waren nämlich damals meine Passion

– jetzt ist es die Liebe, Wahrheit, Freyheit …

(aus: Ideen. Das Buch Le Grand)

Gefüllter Bratapfel

 

Sibylle Kuhne ist seit ihrem Studium an der Theaterhochschule Leipzig als Schauspielerin tätig und hat viele schöne Rollen in ganz Deutschland gespielt.Kuhne

Nach der Ausreise aus der DDR 1984 folgte ein berufliches Wanderleben mit Stationen in Bonn, Hamburg, Stuttgart, München, Hannover, Mainz, Schwäbisch Hall und Berlin.
Gemeinsam mit ihrem Mann, dem 2015 verstorbenen Schauspieler und Regisseur Jörg Kaehler, hat sie 1995 „Theater Haus Birkenried“ gegründet und 2004 die „Siegburger Freilichtspiele“ ins Leben gerufen. Herausragend ist ihre Gestaltung der Solo-Rollen in „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“, „Mathematik der Liebe“, „Meine tolle Scheidung“, „Oskar und die Dame in Rosa“ und in „Die amerikanische Päpstin“. Sibylle Kuhne ist auch eine gefragte Sprecherin. www.sibylle-kuhne.de

Akkordeon-Duo EF&ES: Dagmar Severt und Lothar Fischer musizieren seit Jahren in verschiedenen Orchestern und treten immer häufiger als Akkordeon-Duo auf. Ihr Repertoire reicht von Barockmusik und Klassik über Musette-Walzer, Tango, Filmmusik, Lateinamerikanische Tänze, Swing-Bearbeitungen bis hin zu Schlagern und Evergreens.

Dagmar Severts Wurzeln sind in Norddeutschland, wo sie bereits seit frühester Jugend nicht nur im Orchester, sondern auch mit unterschiedlichen Duo-Partnern musikalisch aktiv war.

Lothar Fischer hat musikalische Erfahrungen bereits in vielen Orchestern Deutschlands gesammelt. Darüber hinaus ist er seit seiner Jugendzeit auch immer wieder solistisch tätig.

Karten nur im Vorverkauf (41,- Euro), Tel./Fax: 0221-5341584, die Veranstaltung findet im Restaurant statt.

Krieg der Tollitäten – Eine Romansatire von und mit Jo Hagen (im Nebenraum)

Montag, 27. Januar 2020, 19:00 Uhr

Kegel-, Golf- und Lions-Clubs, Schützen-, Kleingarten- oder Brauchtumsvereine – sie alle erfreuen Krieg-der-Tollitäten-Titel-645x1024sich großer Beliebtheit, sind aber auch mit Klischees besetzt. Ebenso verhält es sich in und um Köln, wo der Karneval eine üppig blühende Vereinslandschaft hervorbringt. Dabei gibt es in der Domstadt mindestens so viele Vorurteile über den Mikrokosmos KG wie Gesellschaften selbst. Karnevalisten gelten als gut gelaunt und humorvoll. Wer sich im Fasteleer engagiert, muss jeck sein und mit dem Schicksal leben, bisweilen nicht ganz ernst genommen zu werden.

Doch der Narrenorden hat zwei Seiten. So spinnt Jo Hagen in seinem satirischen Roman „Krieg der Tollitäten“ ein Geflecht um menschliche Abgründe, Klüngel und das harte Organisationsgeschäft. Dabei nimmt er den Leser mit in den fiktiven Ort Gestrath in der Nähe von Köln. Hinter den Kulissen der fröhlichen Brauchtumspflege finden dubiose Machenschaften statt. Da gibt es Menschen, die nach Macht streben, sich in der Sonne der Öffentlichkeit wärmen wollen, Intrigen spinnen oder gar straffällig werden – alles unter dem Siegel des Frohsinns.

In seinem Debüt konstruiert Hagen geschickt eine Parallelwelt zwischen Postengerangel und Prinzenball, in der niemand verschont bleibt. Der Autor macht augenzwinkernd weder vor der Politik noch vor der Kirche oder der Unschuld der Tanzmarie Halt. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein zufällig. Wer sich allerdings selbst zu erkennen glaubt, dem sollte das laut Hagen zu denken geben.

Der Eintritt ist frei, die Lesung findet in der Lounge statt.